Herzlich willkommen!

Dies ist die Seite des Ideenaufrufs Zukunft Ostkreuz, ein Projekt des Bürgervereins Travekiez-Ostkreuz e.V. Hier können Sie sich über das Ergebnis unseres Verfahrens informieren sowie zur zukünftigen Streckenführung der Tram 21.
Kontakt
: ostkreuz-verein@gmx.de

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Vorplanung der Trasse Sonntagstraße vorgestellt

In einer Bürgerversammlung zur Tram 21-Trasse durch die Sonntagstraße am 17. September 2015 wurden folgende erste Planungen vorgestellt (als Broschüre HIER). Die folgenden Abbildungen sind aus dieser Broschüre.

  • Holteistraße

Hier ist eine Reduzierung des Straßenquerschnitts auf zwei Fahrspuren geplant. Grund: Eine gemeinsame Haltestelle für die Tram 13 und 21.

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  • Sonntagstraße
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  • Ostkreuz Haltestelle unter der Ringbahnhalle

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  • Marktstraße

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Wettbewerb entschieden – schade um das Ostkreuz!

Es hätte eine Fortentwicklung des urbanen Raumes am Annemirl-Bauer-Platz werden können – die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes Ostkreuz. Der Wettbewerb ist entschieden und es ist dieselbe Betonwüste absehbar, die auch andere Bahnhofsvorplätze in Berlin ausmachen (Siegerentwurf unten). Dazu wird die Fehlentscheidung der Tram/Busverlegung durch die Sonntagstraße den Kiez nachhaltig schädigen.

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  • Die Tram 21 und der Bus 240 werden durch das Wohngebiet umgeleitet

Anstatt sie geschickt von Norden her an das Ostkreuz anzubinden (unser Ideenaufruf hat dazu mehrere Varianten entwickelt) rollen Tram und Bus durch die engen Wohnstraßen (Holtei-/Sonntagstraße) und über den kleinen Bahnhofsvorplatz. Das urbane Potential des Wohngebietes und des Bahnhofsvorplatzes wird dadurch wesentlich geschmälert. Zudem führt die geplante Tram/Bushaltestelle unter der Ringbahnhalle zu einer Engstelle, die nur einen einseitigen Rad- und Fußweg zulässt, siehe Abbildung unten.

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  • Festgesetzte Grünausgleichsflächen werden nicht umgesetzt

Der südliche Bereich des Bahndammes ist eine festgesetzte Grünausgleichsfläche für den enormen Verlust an Stadtgrün durch den Bahnhofsumbau. Der Gewinnerentwurf sieht hier aber nur Steinplattenbelag vor. Der nördliche Restdamm ist zwar Grünfläche, aber auf Wunsch des Stadtrates Hans Panhoff eingezäunt und nicht begehbar. Zusammen mit der Berliner Polizei wurde sich vehement gegen die Schaffung neuer grüner Aufenthaltsbereiche, z.B. auf dem Bahndamm, ausgesprochen.

  • Der Bahndamm wird beseitigt

Der Bahndamm hat eine wichtige Schallschutzfunktion und wäre ein interessanter grüner urbaner Raum gewesen. Die Beseitigung führt dazu, dass die Bahnansagen und der Bahnverkehrslärm viel stärker als bisher in den Kiez schallen. Ein wichtiges stadträumliches Grünpotential wird vernichtet.

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Die Grafik des Gewinnerentwurfes schönt die Erscheinung der Straßenbahngleise/Busüberfahrt – sie werden einspurig und ohne Oberleitungen dargestellt.

 

  • Keine Fahrradüberquerung über das Ostkreuz

Die Nord/Süd-Barriere Ostkreuz sollte für den Fahrradverkehr alltagstauglich durchlässiger werden, z.B. mit einer Fahrradrampe. Das war die Forderung der jahrelangen Diskussion. Im Wettbewerb ist davon nichts zu finden. Es werden zwar hunderte von Millionen Euro für den Ostkreuzumbau ausgegeben, eine einfache Fahrraderschließung erschien jedoch immer unfinanzierbar. Fahrradfreundliches Berlin? Fehlanzeige.

Fazit: Operation gelungen, Patient tot

Wofür hat man hunderttausende von Euro für den Beteiligungsprozess der letzten Jahre ausgegeben?

  • Für ein Gutachten der Bahn, das eine Fahrradrampe unerschwinglich teuer erscheinen lässt,
  • für ein Workshopverfahren, das nur die alten Planungen bestätigte,
  • für zahllose Veranstaltungen, in denen man zwar Bedenken äußern konnte, die aber mit absurden Argumenten abgebügelt wurden und folgenlos blieben,
  • für einen Wettbewerb, der kaum Gestaltungsmöglichkeiten hatte,
  • für ein Gefälligkeitsgutachten einer BVG-Tochter für die BVG, die die Tram 21-Verlegung durch die Sonntagstraße mit Rechentricks zum „Sieger“ machte…

Die Tram 21-Verlegung durch die Sonntagstraße, durch die viele nachteilige Zwänge entstehen, kann offenbar nur noch durch eine Klage beherzter Hauseigentümer im Planfeststellungsverfahren verhindert werden.

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Unsere Pressemitteilung vom 05.05.2014:
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BVV Friedrichshain-Kreuzberg lehnt Einwohnerantrag mit rund 2.500 Unterschriften gegen die Verlegung der Tram 21 in die Sonntagstraße ab
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Rund 2.500 Menschen unterschrieben letztes Jahr die Forderung, dass sich das Bezirksamt gegenüber der Senatsverwaltung für den Verbleib der Tram 21-Trasse in der Boxhagener Straße einsetzen solle.
Die Ablehnung dieses Einwohnerantrags begründeten die Mehrheitsfraktionen im Umweltausschuss mit einem Gutachten, das die Verlegung in die Sonntagstraße favorisiert. Dieses Gutachten ist jedoch seinen Namen kaum wert, denn die BVG hat es sich selbst geschrieben. Unsere Untersuchungen des Gutachtens führten zu einem völlig anderen Ergebnis.
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Wir fordern ein unabhängiges Gutachten zur Tram 21!
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Einige der Nachteile der Tram 21-Trasse durch die Sonntagstraße
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  • Insgesamt drei lärmende Abbiegung im Wohngebiet auf nur 200 Metern der Holteistraße
  • Nervender Schleichverkehr durch die Sonntagstraße, Störungsanfälligkeit durch räumliche Enge
  • Minderung der Aufenthaltsqualität rund um den Annemirl-Bauer-Platz und Wühlischplatz.
  • Trasse über den kleinen Ostkreuz-Vorplatz (Tram und Bus) mitten durch die Fußgängerströme
Unsere Anwohnerinitiative hat ein rege angenommenes Ideenfindungsverfahren durchgeführt. Nur mit einer alternativen Linienführung der Tram 21 z.B. von der Marktstraße als Spitzkehre zum Ostkreuz, lässt sich das hervorragende Ergebnis unseres Ideenaufrufs umsetzen. Die Bilderserie findet sich HIER
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Alles für den Wind?
Auch die Existenz eines angeblichen Bündnisses FÜR die Tram 21-Verlegung in die Sonntagstraße, das größtenteils aus nicht direkt betroffenen Initiativen und Lobbyverbänden besteht, kann nicht über die tragische Vernichtung einer positiven Kiezperspektive hinwegtäuschen. Die Initiatoren haben der BVG einen großen Dienst erwiesen, denn fortan wurden die AnwohnerInnen gegen andere Initiativen ausgespielt.
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Das Planfeststellungsverfahren soll nun beginnen. Offenbar kann die unsinnige Tramverlegung nur noch auf dem Klageweg verhindert werden.

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DAS ZWEIFELHAFTE GUTACHTEN DER BVG

05-12-2013

Am 5.12. 2013 wurde die zweite Stufe des Gutachtens öffentlich vorgestellt. Dabei ging es streckenweise zu wie auf einer “Verkaufsveranstaltung für Heizdecken und Tupperware”. Das Gutachten ist alles andere als neutral. Es wurde von der BVG-Tochterfirma VCDB erstellt und kann als Gefälligkeitsgutachten bezeichnet werden. Die enthaltenen Begründungen für die Vorteile der Umleitung der Tram 21 von der Boxhagener Straße in die Sonntagstraße werfen große Fragen auf.

Wir haben uns eingehend mit dem Gutachten beschäftigt und festgestellt, dass die Punktebewertung unter Einbeziehung aller Aspekte anders ausfallen muss. Das Resultat führt zu einem völlig anderen Ergebnis des Vergleichs: Die Tram 21 durch die Sonntagstraße (1a) unterliegt in der Betrachtung gegenüber der Spitzkehre von der Marktstraße aus (4b).

Die Präsentationen der Veranstaltung vom 5.12.2013:

- Die Präsentation der BVG
- Die Einzelbewertungen des Gutachtens

Die Hauptkriterien im Vergleich:

  • Fahrgast (Reisezeit/Umsteigen): Die schnellere Durchfahrt auf dem Hauptnetz wiegt die Standzeit zum Fahrtrichtungswechsel weitgehend auf. Dabei ist die Umsteigesituation des Kopfbahnhofs sogar komfortabler als bei einer Durchgangsstation.
  • Betrieb: Eine zentrale ÖPNV-Erschließung auf der Boxhagener Straße mit streckenweise eigener Trasse garantiert langfristige Wirtschaftlichkeit und hohe Streckenqualität. Die störungsanfällige Langsamfahrstrecke durch die Sonntagstraße und über den Bahnhofsvorplatz kann da nicht punkten.
  • Kommune: Die komplette Neubaustrecke durch die Sonntagstraße verschlingt ca. 15 Millionen Euro und muss jahrelang durchgeklagt werden. Dagegen sind die Investitionen für die Spitzkehre vergleichsweise gering.
    Beim Punkt Fußgänger/Radfahrer fällt die BVG-Variante absolut durch. Das quirlige Kieztreiben wird von der Sonntagstraße verdrängt und auf dem kleinen Bahnhofsvorplatz sind die Probleme mit der Bus- und Tramdurchfahrt wegen der großen Fußgängerströme absehbar.
  • Allgemeinheit: Allein die zwei quietschenden Kurven im Wohngebiet und die Führung an zwei wichtigen Grünflächen macht die Pläne der BVG im Punkt „Streckensensivität“ zum Verlierer. Auch städtebaulich könnten die Nachteile der BVG-Variante Sonntagstraße z.B. im Bereich des Bahnhofvorplatzes nicht größer sein: Mit Tram und Bus wäre er eine öde „Mischverkehrsfläche“ – ohne Trassen eine Fußgängerzone mit Landschaftselementen (Bahndammbereiche) und Aufenthaltsqualitäten wie z.B. am Beamtenwohnhaus (Cafeterrasse).

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Die Senatsverwaltung möchte sich dem Votum des Gutachtens anschließen und im Herst 2014 einen ersten Entwurf für Führung der Tram 21 durch die Sonntagstraße öffentlich vorstellen.
Wir meinen:
Das Gutachten hat einen wertvollen Beitrag zur Vergleichbarkeit der Trassenvarianten geleistet. Die Punkteverteilung ist zwar von einer Meinungshaltung abhängig, z.B. ob die Tramtrasse in der Sonntagstraße positiv oder störend empfunden wird. Insbesondere führen aber eine fehlende Berücksichtigung von Vorteilen der Variante 4b und von Nachteilen der Variante 1a zwangsläufig zu einer Verschiebung der relativen Bewertung beider Varianten. Die Einbeziehung solcher Aspekte führt zu einem völlig anderen Ergebnis des Vergleichs: Die Tram 21 durch die Sonntagstraße unterliegt in der Betrachtung. Das Gutachten ist keine Entscheidung für eine Verlegung der Tram 21 durch die Sonntagstraße.

- unser Fragenkatalog an BVG und Senat HIER
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die Präsentation des Ideenaufruf Zukunft Ostkreuz zur Veranstaltung am 5.12.2013
- Film zur Tram 21 “Der Tram 21-Blues” HIER

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Die Unterschriftensammlung zum Einwohnerantrag
“Tram 21 – Stoppt die Fehlplanung” ist erfolgreich abgeschlossen: 2.525 Unterschriften für eine alternative Führung der Tram 21! Dies ist ein beachtlicher Beleg für die Unterstützung der Vorschläge des Ideenaufrufes.

Den angeblichen „Anwohnerstreit“, den ÖPNV-Lobbyverbände ohne Kontaktaufnahme mit unserer Anwohnerinitiative in einem virtuellen „breiten Bündnis“ ausrufen, möchten wir hier nicht weiter kommentieren. Dennoch: Das ist ein ganz schlechter Stil! Die Bündnis-Pressemitteilung dazu HIER.

Planung der Bahn.
So könnte es einmal aussehen am Ostkreuz – ein Supermarkt mit Polizeistation wird zusätzlich zur Tram- und Bustrasse am Vorplatz von der Bahn beantragt. Dieses Bauwerk stößt auch beim Bezirk auf Ablehung und wird wohl kaum Chancen zur Umsetzung haben.
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Nur mit einer alternativen Linienführung der Tram 21 z.B. von der Marktstraße als Spitzkehre zum Ostkreuz, lässt sich das hervorragende Ergebnis unseres Ideenaufrufs umsetzen. Die Bilderserie findet sich HIER
Als PDF HIER

Die resultierenden Vorteile:

  • Die Tram 21 kann in einer schnellen und breiten Hauptverkehrsstraße verbleiben und wird trotzdem an das Ostkreuz angebunden.
  • Der urbane Raum entlang der Sonntagstraße wird geschont und kann sich als Aufenthaltsbereich weiterentwickeln.
  • Zwei lärmende Abbiegungen im Wohngebiet und Probleme mit Tramgleisen in zu engen Straßen werden vermieden.
  • verkehrsfreier Vorplatz zur Sonntagstraße als Fußgängerzone
  • der Bahndamm kann verbleiben und als nutzbarer Grünraum und schallschützendes Landschaftselement entwickelt werden
  • die historische Brücke der Nordkurve kann als (einziger) Zeitzeuge erhalten werden
  • der letzte Abschnitt der Tunnel-Vorhaltemaßnahme für die A100 bis an die Neue Bahnhofstraße, der sich nur durch die Gleise der Tram 21 über den Vorplatz begründet, kann entfallen
  • mit Busspuren für Tram+Bus im Kreuzungsbereich Boxhagener Straße/Neue Bahnhofstraße kann eine weitere Verkehrszunahme im Kiez aufgehalten werden
  • die Sonntagstraße kann verkehrsberuhigt werden, der Annemirl-Bauer-Platz an Aufenthaltsqualität gewinnen
  • das Land Berlin wäre einer intensiven Beteiligung der Bürger gefolgt – ein demokratischer Erfolg!

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Die Nachteile der Tram 21-Trasse durch die Sonntagstraße
  • Eine lärmende Abbiegung im Wohngebiet von der Boxhagener Straße in die Holteistraße und in die Linienführung der M13.
  • Eine weitere lärmende Abbiegung im Wohngebiet von der Holteistraße in die Sonntagstraße.
  • Nervender Schleichverkehr durch die Sonntagstraße, Umweg von 200 Metern, Fahrzeitverlängerung
  • Minderung der Aufenthaltsqualität rund um den Annemirl-Bauer-Platz und Wühlischplatz.
  • Trasse über den Ostkreuz-Vorplatz mitten durch die Fußgängerströme
  • Der Vorplatz wird zum technischen Verkehrsbereich ohne Aufenthaltsqualität
  • ein Jahr lärmende Großbaustelle am Wohngebiet durch die überflüssige A100-Tunnel-Vorhaltemaßnahme wegen der Tram 21-Gleise. Die Maßnahme ist verzichtbar, wenn keine Straßenbahngleise über den Vorplatz verlegt werden.

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Auch so könnte es einmal aussehen…

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Alle Parteien außer den Piraten stimmen gegen Einwohnerantrag

Auch eine erneute Erörterung der nachteiligen Auswirkungen, die die Verlegung der Tram 21 für das Wohngebiet um die Sonntagstraße hätte, führte leider nicht dazu, dass die Abstimmung über den Einwohnerantrag im Ausschuss für Umwelt und Verkehr am 21.05.2014 anders als erwartet ausging.
Die SPD berief sich bei der Ablehung des Einwohnerantrags auf das BVG-Gutachten, auch wenn es eigentlich widerlegt ist. Die Grünen argumentierten leidenschaftlich gegen das Votum der rund 2.500 UnterzeichnerInnen – man sehe in der Verlegung der Tram 21 durch die Sonntagstraße kein Problem. Ein Tram durch relativ enge Straßen zu führen gehe ja schließlich woanders auch. Nur die Piraten stimmten für unser Anliegen.

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Verkehrsausschuss am 9.10.2013
Die erste Befassung des Einwohnerantrags im Ausschuss für Umwelt und Verkehr am 9.10.2013 endete mit einer Vertagung. Die SPD wolle erst einmal die Entscheidung des Senats abwarten. In der Debatte sah ein Grünen-Sprecher nicht einmal ein Problem, wenn die Tram durch die Sonntagstraße fahren würde. Ein Tram durch relativ enge Straßen zu führen gehe ja schließlich woanders auch. Und einige Bahnfans und Lobbyisten brachten hochideologische Wortbeiträge, die am Heiligtum Straßenbahn keine Kritik zuließen. Für konstruktive Vorschläge von Seiten des Ideenaufrufs, die sich ja sehr positiv auf das Verkehrsmittel Straßenbahn beziehen, war da wenig Platz.

“Nur nicht vor meiner Haustür” heißt eine häufig wiederholte Disqualifizierung der Einwände und Vorschläge der Anwohnerschaft rund um die Sonntagstraße. Bemerkenswert ist, dass die ideologischen Protagonisten dieser Unterstellung meist im traditionell grünen Kreuzberg wohnen oder in den Wasserlagen der Halbinsel Stralau und Rummelsburg. Überall dort, wo man mit den alltäglichen Nachteilen einer Tramtrasse durch zu enge Wohnstraßen nie etwas zu tun haben wird. Ist eben nicht vor meiner Haustür.

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Runder Tisch der Senatsverwaltung: Kein Fortschritt in der Tram 21-Diskussion

Als hätte es das ganze Verfahren nicht gegeben, in dem die Unsinnigkeit der Tram 21-Verlegung in die Sonntagstraße nachgewiesen wurde, präsentierte die Senatsverwaltung und BVG beim Runden Tisch Tram 21 am 10. Juni 2013 die alten Pläne als neue Lösung.

Dabei wird immer deutlicher, dass die Tram 21 aus der Boxhagener Straße verschwinden soll, um dem Autoverkehr Platz zu machen.

Der volle Unsinn der Tram 21-Verlegung

Statt der schnellen Durchfahrt in der Boxhagener Straße

  • Eine lärmende Abbiegung im Wohngebiet von der Boxhagener Straße in die Holteistraße und in die Linienführung der M13.
  • Eine weitere lärmende Abbiegung im Wohngebiet von der Holteistraße in die Sonntagstraße.
  • Nervender Schleichverkehr durch die Sonntagstraße, Minderung der Aufenthaltsqualität rund um den Annemirl-Bauer-Platz
  • Trasse über den Ostkreuz-Vorplatz mitten durch die Fußgängerströme
  • Der Vorplatz wird zum technischen Verkehrsbereich ohne Aufenthaltsqualität
  • ein Jahr lärmende Großbaustelle am Wohngebiet durch die überflüssige A100-Tunnel-Vorhaltemaßnahme wegen der Tram 21-Gleise. Die Maßnahme ist verzichtbar, wenn keine Straßenbahngleise über den Vorplatz verlegt werden.

Der Bus 240 soll durch die Neue Bahnhofstraße fahren
Die Chance zum Umbau der Neuen Bahnhofstraße zum Shared-Space-Bereich ohne relevanten Autoverkehr wäre dahin – stattdessen wird die Fahrbahn breiter ausgebaut, die Gehwege schmaler. Der Bus soll wie die Tram 21 über den Vorplatz Ostkreuz rollen, mitten durch die Fußgängerströme.

In der Abwägung erscheint ganz klar: Gegenüber den zahlreichen Nachteilen der Trasse durch die Sonntagstraße ist die vom Ideenaufruf vorgeschlagene alternative Anbindung der Tram 21 an das Ostkreuz als Stichverbindung die weitaus bessere Lösung. Zudem soll die Tram 21 ohnehin Zweirichtungsfahrzeuge bekommen!

Nachdem beim Runden Tisch am 10. Juni 2013 zunächst von der BVG und Senatsverwaltung verkündet wurde, es kämen jetzt nur noch die Varianten Tram 21 durch die Sonntagstraße oder Neue Bahnhofstraße in Betracht, so wurde die engere Auswahl jetzt wieder um die geforderte Stichverbindung erweitert. Sehr vernünftig!
Grundlage für die Vorauswahl war ein undurchschaubares Punktesystem für die Vor- und Nachteile der jeweilgen Aspekte. Über die Punktevergabe könnte man trefflich diskutieren, so kann eine solche Studie schnell pseudowissenschaftlich und tendenziös werden. In der Präsentation der BVG auf Seite 8 sind die “wissenschaftlichen” Zahlenkolonnen zudem unlesbar verpixelt – ein Scherz?

Die Präsentation der Senatsverwaltung HIER

Die Präsentation der BVG HIER

Rahmenplanentwurf

Der Rahmenplanentwurf der Senatsverwaltung: Tram und Bus müssen durch die Fußgängerströme des Vorplatzes, es entstünde ein technischer Verkehrsbereich ohne Charme.

Klärung eines Sachverhaltes
Bei zwei Sitzungen im Beteiligungsverfahren erklärte der Sprecher der “Initiativen rund ums Ostkreuz” sinngemäß, dass angeblich alle mit der Vernetzung assoziierten Initiativen für eine Verlegung der Tram 21 in die Sonntagstraße wären – außer dem Travekiez-Ostkreuz e.V. Eine Rundmail von uns an diese Initiativen ermittelte im Rücklauf ein ganz anderes Bild: Für die meisten, die geantwortet haben, ist die Tram 21 bislang kein Thema gewesen. Eine stichwortartige Übersicht HIER. Mittlerweile wird ein “breites Bündnis” für die Verlegung der Tram durch die Sonntagstraße angegeben, die aus ÖPNV-Lobbyverbänden, aber auch aus MEGASPREE und Mediaspree Versenken bestehen soll. Wir haben große Zweifel, ob die Akteure wirklich überblicken, was sie da tun.

Rundgang der ASUM am Ostkreuz, 20.09.2013

Rundgang

Momentaufnahmen zur Verlegung der Tram 21 in die Sonntagstraße
Kurzfilm “Sonntagstraße” von Gregor Hutz

Die Unterschriftensammlung zum Einwohnerantrag
“Tram 21 – Stoppt die Fehlplanung” ist erfolgreich abgeschlossen: 2.525 Unterschriften für eine alternative Führung der Tram 21!

Wir wollen ein starkes Zeichen gegen die unsinnige Verlegung der Tram 21 und des Busverkehrs in die Sonntagstraße setzen und erreichen, dass sich der Bezirk endlich zu dieser wichtigen Entscheidung positioniert, auch wenn er diese nicht federführend trifft. Wir wollen, dass die Alternativen zur kiezschädlichen Verlegung des ÖPNV aus einer schnelleren Hauptstraße (Boxhagener Straße) in eine Wohnstraße (Sonntagstraße) ernsthaft geprüft und zur Realisierung herangezogen werden. Der Einwohnerantrag HIER.

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Überall, wo die roten quadratischen Zettel zu sehen sind, gab es Unterschriftenlisten.

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Präsentation der Unterschriftenlisten beim Runden Tisch am 10.06.2013

Musikviedeo: “Das schönste Ostkreuz der Welt” von “Susi und der Anwohner” HIER

Das Ergebnis des Ideenaufrufs Zukunft Ostkreuz

Aus der Vielzahl von Ideenbeiträgen, die seit Juni 2012 eingegangen sind und in regelmäßigen Versammlungen diskutiert und abgestimmt wurden; haben wir nun einen planerischen Entwurf zusammengestellt, die IDEENPLANUNG NORDSEITE (unten).
Sehr anschaulich hat ein Unterstützer das Ergebnis des Ideenaufrufs visualisiert. Die Bilderreihe ist hier als PDF verfügbar.

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Ideenplanung

Anbindung der Tram 21 an das Ostkreuz von der Marktstraße mit einer Stichverbindung, die eine Art Kopfbahnhof für die Tram ergibt. Näheres HIER

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Der Vorplatz Sonntagstraße hätte mit der Tram 21 von der Marktstraße her, also ohne über den Vorplatz zu fahren, das Potential, ein Raum mit Aufenthaltsqualität zu werden.

Drastisch wären die Auswirkungen der Tram und des Busses am Annemirl-Bauer-Platz. Vor dem Hintergrund des eklatanten Grünflächenmangels (im ehem. Sanierungsgebiet Traveplatz-Ostkreuz fehlen zwei Drittel der vorgechriebenen Flächen) geht es für die Menschen im Travekiez um die Verteidigung des ohnehin bescheidenen Erholungswertes des winzigen Annemirl-Bauer-Platzes. Von den Wasserlagen der Halbinsel Stralau oder Rummelsburg aus gesehen mag es kurios erscheinen – aber für Tausende im dichten Ostkreuzkiez hat der Annemirl-Bauer-Platz eine große Bedeutung. Das wird wohl auch so bleiben, denn die letzten Grünflächenpotentiale werden verplant und bebaut (Block 74). Die Verlegung des Busses und der Tram an den Platz würde den Aufenthaltswert unzweifelhaft herabsetzen. Der kleine Platz wäre dann fast allseits umfahren mit S-Bahn, Tram und Bussen. Das ist unter keinen Umständen hinnehmbar. Es gibt Alternativen – näheres HIER

Der Rahmenplanentwurf der Senatsverwaltung

Dem gegenüber steht der Enturf der Rahmenplanung der Senatsverwaltung, in dem die Tram und der Bus über den Vorplatz verlaufen. Der vollständige Entwurf sowie das Protokoll dazu ist hier verfügbar. Man erkennt deutlich, dass der Vorplatz ein reiner Verkehrsplatz werden wird. Die Chance auf dringend benötigte Aufenthaltsqualität würde vertan. Die Online-Plattform der Senatsverwaltung HIER

Rahmenplanentwurf

Im Januar war der Rahmenplan vier Tage lang in der Info-Box der Bahn am Ostkreuz (Ausgang Hauptstraße) ausgestellt. Weil wir mit dem Ideenaufruf ein eigenständiges Verfahren durchgeführt haben, durften wir unser Ergebnis mitausstellen.

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Alle Ideeneingänge des Ideenaufruf Zukunft Ostkreuz (November 2012)